Berichte aus/von:
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| Christentag-Gottesdienst
im Wiener Stephansdom (KAP) "Lass uns die Fremden ansehen und in ihnen Jesus, deinen Sohn, erkennen", sagte die evangelische Pfarrerin Christine Hubka am Sonntag, 28.11., im Wiener Stephansdom in ihrer Predigt beim ökumenischen Vespergottesdienst, der den Höhepunkt des gesamtösterreichischen "Christentages" bildete. Unter Hinweis auf das Motto des "Christentags" - "Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unserer Zeit" - betonte Christine Hubka die Bitte an Gott, den Christen zu helfen, die Probleme der Menschen richtig zu sehen, nicht mit einem "gnadenlosen" Blick, sondern im "Licht der Gnade Gottes". Unter anderem formulierte die Pfarrerin auch: "Lass uns in den geborenen und ungeborenen Kindern und in ihren Müttern deine Menschen sehen, denen du einen guten Platz in deiner Welt zugedacht hast". Der scheidende Vorsitzende des Ökumenischen Rates der
Kirchen in Österreich und Wiener griechisch-orthodoxe Metropolit Michael Staikos verwies
in seiner Predigt im Stephansdom auf das kommende "ökumenische Sozialwort", mit
dem die Kirchen in Österreich angesichts der grossen gesellschaftlichen Herausforderungen
ihre gemeinsame Verantwortung zum Ausdruck bringen wollen. |
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| Superintendent
Horn: Typisch evangelisch ist nicht antikatholisch Statio zum Christentag in der Wiener Lutherischen Stadtkirche (epd Ö) Typisch evangelisch ist nicht antikatholisch".
Das erklärte der Wiener Superintendent Mag. Werner Horn bei der evangelischen Statio in
der Lutherischen Stadtkirche am Sonntagnachmittag. Auf dem Weg zur ökumenischen Vesper im
Stephansdom, die den Abschluss des Christentags bildete, hatten verschiedene Wiener
Kirchen der Innenstadt zu Veranstaltungen eingeladen. Im Mittelpunkt der evangelischen
Statio stand das Thema Typisch evangelisch", das auf unterhaltsame Weise
herausgearbeitet wurde. |
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| Oberösterreich: Christen sollen "Beispiel der Solidarität"
geben Katholischer Bischof Aichern bei Versöhnungsgottesdienst von sieben christlichen Kirchen (KAP) Die Versöhnung der Kirchen im Sinn einer "Gemeinschaft in Vielfalt" sei die Voraussetzung dafür, dass der Einsatz der Christen in den Anliegen der heutigen Welt glaubwürdig ist. Dies betonte der Linzer Diözesanbischof Maximilian Aichern beim oberösterreichischen "Christentags"-Gottesdienst im Dom der Landeshauptstadt. "Wir müssen noch mehr als bisher das Licht Christi als Licht für die Welt erfahrbar machen", sagte Aichern: "Wir müssen zeigen, dass Gott alle Menschen liebt, dass Sprachen, Rassen und Nationen keine Trennungen bewirken dürfen". Es sei Aufgabe der Christen, durch ihr Eintreten "für die Armen, für die an den Rand Gedrängten, für die Fremden und in ihren Lebensgrundlagen Gefährdeten ein ansteckendes Beispiel der Solidarität zu geben". An dem "Christentags"-Gottesdienst wirkten sieben christliche Kirchen mit: neben der katholischen Kirche auch die evangelisch-lutherische und die evangelisch-reformierte Kirche, die altkatholische Kirche, die serbisch-orthodoxe Kirche, die methodistische Kirche und die Baptistengemeinschaft. Der Gottesdienst stand im Zeichen der Solidarität unter den Menschen, der Versöhnung der Völker, der Gerechtigkeit als Grundlage des Friedens und der Versöhnung der Kirchen. Bischof Aichern erinnerte daran, dass das Bemühen um die Einheit der Christen schon viele Fortschritte aufweisen könne. Alle Christen verbinde das Wort Gottes in der gemeinsamen Bibel, das gemeinsame Gebet des Herrn, die eine Taufe und die gemeinsame Hinwendung zum einen Herrn Jesus, der alle in seinen Dienst und in seine Nachfolge berufen habe. Die Christen müssten aber ehrlich bekennen, "dass wir der Welt das Zeugnis der solidarischen Einheit und des wirksamen Einsatzes für Gerechtigkeit und Frieden oft schuldig geblieben sind". |
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| Steiermark: Neues Ökumene-Forum gegen jede Form von Rassismus "Ökumenisches Forum christlicher Kirchen" konstituierte sich im Grazer Landhaus (KAP) Mit einer Erklärung zu brisanten Themen der Zeit - Rassismus, Sonntags-Aushöhlung, Euthanasie, Abschottung Europas - ist das neugegründete "Ökumenische Forum christlicher Kirchen in der Steiermark" am Freitag an die Öffentlichkeit getreten. Anlass war der "Christentag 1999", der am Freitagabend beginnt. Das neue Ökumene-Forum ist die Nachfolgeorganisation des "Interkonfessionellen Arbeitskreises Ökumene in der Steiermark". Sein Vorsitzender ist der methodistische Pastor Wilfried Nausner; Stellvertretender Vorsitzender ist der Grazer katholische Dogmatik-Ordinarius Prof. Bernd Körner. In der Erklärung zur Konstituierung des neuen Ökumene-Forums, die am Freitag im Rittersaal des Grazer Landhauses stattfand, heißt es wörtlich: "Wir nehmen die Ängste von Bewohnerinnen und Bewohnern unseres Landes ernst, treten aber jeder Stimmungsmache entgegen, die zu Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Ausgrenzung führt. Wir sind überzeugt, dass die Frauen und Männer unseres Heimatlandes schon oft ein Beispiel wirklicher Solidarität und Hilfsbereitschaft gegeben hat." Zum Sonntagsschutz heißt es, der Vorrang der Person gegenüber wirtschaftlichen Interessen veranlasse den Zusammenschluss der Christen aller Konfessionen, jedem Bestreben, "den freien Sonntag Schritt für Schritt abzuschaffen", entschieden entgegenzutreten. Gewarnt wird auch vor einer schrittweisen Akzeptanz der Euthanasie. Die bedingungslose Achtung vor dem Leben könne auch in Form der Unterlassung weiterer Hilfeleistungen "aus Kostengründen" in Frage gestellt werden. In der Erklärung wird auch auf die konfessionelle Situation in der Steiermark eingegangen. Die Christen in Graz wüssten sich "in herzlicher Weise verbunden mit Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die dem Judentum angehören, und mit den muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern". Das Forum habe die Hoffnung, "dass auch die Anerkennung kleiner, aber sehr alter christlicher Kirchen wie der koptisch-orthodoxen Kirche in zufrieden stellender Weise geregelt werden kann". Die Kopten erhielten 1998 vom Kultusamt im Unterrichtsministerium - ebenso wie die "Zeugen Jehovas", die Bahais, die Baptisten, der "Bund evangelikaler Gemeinden", die Anthroposophen, die Pfingstler und die Adventisten - die Rechtspersönlichkeit einer "religiösen Bekenntnisgemeinschaft" zuerkannt. Nach Ansicht der Kopten stünde ihnen jedoch ebenso wie den anderen orientalisch-orthodoxen Kirchen -Armeniern und Syrisch-Orthodoxen - der öffentlich-rechtliche Status zu. Der Grazer evangelische Pfarrer Othmar Göhring sieht durch das neu geschaffene "Ökumenische Forum christlicher Kirchen in der Steiermark" mehr Möglichkeiten, die gemeinsame Verantwortung der christlichen Kirchen auch im neuen Jahrtausend zu unterstreichen und eine verbindliche und zeitgemäße Struktur der ökumenischen Zusammenarbeit zu gewährleisten. Im neuen Forum sind die katholische, die altkatholische, die evangelisch-lutherische, die evangelisch-methodistische, die griechisch-orthodoxe und die koptisch-orthodoxe Kirche vertreten. "Ökumenischer Kirchenspaziergang" |
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| St. Pölten: Christliche Kirchen präsentierten sich gemeinsam (KAP) "Dieser Tag ist ein Zeichen, daß Christen aus den
verschiedenen Konfessionen an der Schwelle zum dritten Jahrtausend gemeinsam unterwegs
sind", erklärte Ordinariatskanzler Gottfried Auer beim "Christentag" auf
dem Rathausplatz in St. Pölten am Samstag, 27.11. . Katholische, evangelische,
altkatholische und methodistische Kirche präsentierten sich gemeinsam in einem Zelt vor
der Franziskanerkirche. Stündlich wurde über Aktionen wie "Trans-fair", die
Emmausgemeinschaft (die sich Obdachloser annimmt), Initiativen für die Umwelt, für die
Versöhnung der Völker usw. informiert. Zahlreiche St. Pöltner waren interessierte
Besucher. |
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| Kärnten: "Kirchen haben mehr Gemeinsames als Trennendes" Lichtfeier und Wortgottesdienst in Klagenfurt - Gemeinsame Erklärung der Repräsentanten der christlichen Kirchen in Kärnten= (KAP) Die Unterschiede zwischen den christlichen Kirchen dürfen nicht "leichtfertig eingeebnet" werden, alle Christen müssten sich vielmehr "offen halten für die Fülle der Wahrheit, die von Jesus Christus ausgeht": Dies betonte der Kärntner Diözesanbischof Egon Kapellari am Freitagabend beim "Kärntner Christentag" in Klagenfurt. Bischof Kapellari unterstrich zugleich, dass die christlichen Kirchen viel mehr gemeinsam haben als was sie voneinander unterscheidet. Gemeinsam seien Taufe, Bibel und "zuerst und zuletzt Jesus Christus als Herr und Heiland". Die Lichtfeier im Landhaushof und der anschließende Wortgottesdienst im Klagenfurter Dom standen unter dem Motto "Die Schwelle in ein neues Jahrtausend überschreiten". Gemeinsam mit Bischof Kapellari leiteten der evangelisch-lutherische Superintendent Joachim Rathke, der altkatholische Pfarrer Erich Ickelsheimer und der serbisch-orthodoxe Pfarrer Ljubomir Radovanov die Feier. Superintendent Rathke wies in seiner Ansprache daraufhin, dass vor Gott alle Menschen "gleich wichtig und gleich wertvoll" sind. Daher dürften auch Menschen, die Hilfe brauchen, nicht abgewiesen werden. Flüchtlinge und Asylwerber hätten ebenso ein Recht auf Hilfe wie die Armen im Land. "Wenn die Armut wächst, ist die Demokratie gefährdet, weil der Glaube an die Gleichwertigkeit der Menschen schwindet", so Superintendent Rathke. Im Dom verlasen die vier Repräsentanten der christlichen Kirchen eine gemeinsame Erklärung, in der daran erinnert wird, dass Christus die Einheit seiner Kirche wolle. Die Kirche sei aber seit langem zerteilt durch menschliches Versagen. "Wir wollen nicht richten über jene, die in Jahrhunderten dieses Spaltungen verursacht haben. Wir wollen, jeder an seinem Platz, dazu beitragen, dass diese Spaltungen überwunden werden", heißt es in der gemeinsamen Kärntner Erklärung. Die christlichen Kirchen suchten nicht eine oberflächliche Einheitlichkeit, sondern eine "Einheit in Wahrheit und Liebe". In diese Einheit könne die "Fülle der geistlichen Reichtümer aller Kirchen" eingebracht werden, "ohne dabei die Heimat in der eigenen Tradition aufgeben zu müssen". Diese Einheit beruhe nicht "auf billiger Anpassung an Zeitgeist und öffentliche Meinung", sondern wachse aus dem Blick auf Jesus Christus. In der Erklärung wird auch für das ökumenische Zusammenwirken zur Linderung aller Arten von sozialer Not plädiert. |
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| Voralberg:
Katholische Diözese richtete Ökumene-Kommission ein (KAP) In der katholischen Diözese Feldkirch wurde - rechtzeitig zum "Christentag" - eine Ökumene-Kommission eingerichtet. Bisher hatte es in der Vorarlberger Diözese keine solche Kommission gegeben. Die Kommission besteht aus sieben Mitgliedern (Frauen und Männer, Geistliche und Laien) und soll die ökumenische Arbeit in Vorarlberg fördern. Damit will die Diözese Feldkirch ein Zeichen setzen, dass ihr die Ökumene, also die Versöhnung zwischen den christlichen Kirchen, ein ernsthaftes Anliegen ist. Anlässlich des "Christentags" finden auch in Vorarlberg am Samstag und Sonntag eine Reihe ökumenischer Gottesdienste statt. Die katholische Kirche in Vorarlberg will ernsthaft die Partnerschaft mit den kleineren Kirchen, heißt es in einer Erklärung der Pressestelle der Diözese Feldkirch. Die Ökumene-Kommission möchte ein gegenseitiges Kennenlernen der Kirchen und die Wertschätzung der Kirchen untereinander fördern. Primäre Aufgabe der neuen Kommission ist es, das ökumenische Bewusstsein innerhalb der katholischen Kirche zu stärken. Gerade weil die römisch-katholische Kirche in Vorarlberg bei weitem die stärkste christliche Kirche darstellt, werde das Anliegen der Ökumene oft nicht genügend wahrgenommen, wird in der Erklärung der Pressestelle betont. Doch sei die Trennung der christlichen Kirchen auch dort ein Ärgernis, wo sie "nicht alltäglich offensichtlich" wird. |
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| Wien: Neue
ökumenische Bibelausstellung eröffnet (KAP) Die Konzilsgedächtniskirche in Wien-Lainz ist die erste Station der neuen mobilen "ökumenischen Bibelausstellung". Die Ausstellung wurde aus Anlass des "Christentags" im benachbarten Kardinal-König-Haus von Weihbischof Helmut Krätzl und dem evangelischen Superintendenten Paul Weiland am Freitag, 26.11., feierlich eröffnet. Für die Ausstellung, die auch im säkularen Bereich gezeigt werden soll, zeichnen das Österreichische Katholische Bibelwerk und die Österreichische Bibelgesellschaft gemeinsam verantwortlich. Bischof Krätzl erinnerte bei der Eröffnung daran, dass die Besinnung auf die Bibel die getrennten Christen in den letzten Jahrzehnten zusammengeführt hat. "Die Bibel einigt uns zutiefst", betonte Krätzl, der in der Österreichischen Bischofskonferenz für die Bibelarbeit verantwortlich ist. Die Bibel entfalte bis heute große Wirkung auf Kunst, Kultur und Sinndeutung des menschlichen Lebens. Das Zweite Vatikanische Konzil habe die Katholiken die Bibel neu entdecken gelehrt, durch das Konzil sei die Bibel zum Fundament von Theologie und Verkündigung geworden. Superintendent Weiland, der Präsident der Bibelgesellschaft ist, verwies darauf, dass es heute immer schwieriger sei, die Menschen erfahren zu lassen, was für ihr Leben gut und richtig ist. Um so notwendiger sei es, das Wort der Bibel anschaulich zu machen und die Menschen auf unkonventionelle Weise mit der freimachenden Liebe Gottes zu konfrontieren. Die neue ökumenische Bibelausstellung versucht, in die Zeit der Bibel "über zu setzen", um den Text richtig für die Gegenwart zu übersetzen. Das geographische, historische und kulturelle Umfeld der Bibel wird auf vielfältige Weise erschlossen. Unter anderem vermitteln drei orientalische Zelte, Pflanzen und Gewürze aus dem Nahen Osten Atmosphäre; für Kinder ist ein eigener spielerischer Zugang vorgesehen. Die Ausstellung wird bis 17. Dezember in der Konzilsgedächtniskirche bleiben und dann auf Wanderschaft durch Österreich gehen. |
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| Noch
nicht gemeinsam am Tisch des Herren, dennoch geeint in Liebe und Weltverantwortung Bei einem Symposion zum Christentag beschrieben Kirchenvertreter ihre Ökumenekonzepte
Bischof Sturm: Ende der ökumenischen Steinzeit Sturm äußerte die Hoffung, dass mit der in dem Dokument
angewandten Methode des "differenzierten Konsenses" auch andere ökumenische
Probleme gelöst werden können. Im Klima zwischen den Kirchen sieht der lutherische
Bischof das "Ende der ökumenischen Steinzeit" gekommen. Vor zahlreichen
Vertreterinnen und Vertretern der Ökumene, darunter Kardinal Dr. Christoph Schönborn und
der griechisch-orthodoxe Metropolit Michael Staikos, erinnerte Sturm an die ehemalige
langjährige ORF-Hörfunksendereihe "Ökumenische Morgenfeier". Die tausend
Sendungen seien an den Kirchen Österreichs nicht spurlos vorübergegangen. Sie seien für
die Kirchen ein Anstoß von außen gewesen, sich in ihrem Verhältnis zueinander zu
verändern. Auch die gute interkonfessionelle und interreligiöse Zusammenarbeit auf
karitativem Gebiet hob der Bischof hervor. Reformierter Oberkirchenrat Németh: Unterschiede zwischen den Kirchen sind weder Mangel noch Schuld Zur Gelassenheit, in den Unterschieden zwischen den
Kirchen weder Mangel noch Schuld, sondern Chancen der Bereicherung zu sehen, rief der
reformierte Oberkirchenrat i.R. Mag. Balázs Németh auf. In Jesus Christus sei die
Einheit bereits gegeben. Das befreie die Kirchen von der Sorge, die Einheit herstellen zu
müssen. Befreit seien die Kirchen auch zu ökumenischem Handeln in der gemeinsamen
Verantwortung für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung. Dies schaffe eine
"Ökumene der Gemeinschaft". Németh berichtete: "Aus Erfahrung kann ich
sagen, dass durch die zahlreichen ökumenischen Begegnungen unsere Kirche in vieler
Hinsicht in ihrer Praxis ein Superintendent Nausner: Entscheidendes Kriterium ist die Liebe Dass die Liebe Vorrang vor Lehre, Struktur und
Kirchenordnung habe, hob der methodistische Superintendent Helmut Nausner in seinem
Statement während des Symposions hervor. Die Liebe zu Gott und zu den Menschen sei das
entscheidende Kriterium der Einheit zwischen den Kirchen. Bei der Kardinal Schönborn: Kirchen im Westen verdanken der Ostkirche viel Die Kirchen im Westen verdanken der Ostkirche sehr viele
"wiederentdeckte Schätze", betonte Kardinal Dr. Christoph Schönborn. Viele
Theologen des Westens, auch er persönlich, hätten in den letzten Jahrzehnten von der
Wiederentdeckung etwa der östlichen Kirchenväter profitiert. Der Kardinal erinnerte
daran, dass östliche Theologie, Spiritualität und Liturgie einen starken Einfluss auf
die Entwicklung des Zweiten Vatikanischen Konzils genommen hätten. In seinem
"persönlichen Zeugnis" nahm der Wiener Erzbischof bei dem Symposion auch zum
christlich-jüdischen Verhältnis Stellung. Die Auseinandersetzung mit der Shoah habe die
Christen ihre Bischof Bernhard Heitz: Ökumenisches Weltkonzil Der altkatholische Bischof Bernhard Heitz plädierte für
ein "ökumenisches Weltkonzil" aller christlichen Kirchen im 21. Jahrhundert.
Das dritte christliche Jahrtausend werde ein "Zeitalter des Heiligen Geistes"
mit einer starken Rückbesinnung auf den "Weg der alten Kirche" sein. Eine
teilweise kritische Bilanz der ökumenischen Idee zog der Wiener griechisch-orthodoxe
Metropolit Michael Staikos als scheidender Vorsitzender des Ökumenischen Rates der
Kirchen in Österreich. Es sei beklemmend, welche "Interesselosigkeit und
Teilnahmslosigkeit" mitunter zwischen den Kirchen spürbar sei. Wörtlich meinte der
Metropolit: "Wir haben noch einen schwierigen und langwierigen Weg vor uns". Die
Herausforderungen der Zeit und die gemeinsamen Aufgaben erlaubten keineswegs, "noch
länger mit konkreten Taten zuzuwarten". Der armenisch-apostolische Erzbischof Mesrob
Krikorian rief dazu auf, das von Papst Johannes Paul II. In der Enzyklika "Ut unum
sint" gemachte Dialog-Angebot über den Primat des Papstes aufzugreifen. Dieses
Angebot für einen "brüderlichen, geduldigen Dialog" sei sensationell gewesen,
aber "unglückseligerweise nicht ernsthaft in Erwägung gezogen worden". Für
Krikorian gibt es theologisch gesehen nur den Primat des Papstes, der die Einheit zwischen
den Ost- und Westkirchen verhindere. |
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Nachrichten aus den Agenturdiensten von KATHPRESS und epd Österreich |
Träger des "Christentag 1999" ist der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich |